Achtsamkeits-Impuls: Du bist gut genug!

Bei anderen mitzufühlen fällt uns nicht schwer. Jedoch für uns selbst Mitgefühl aufzubringen, scheint schwieriger zu sein. Niemand will durchschnittlich sein und ein ausgeprägtes Wettbewerbsdenken lässt wenig Raum für Eigentrost.

Checke selbst: Empfindest du ausreichend Selbstmitgefühl für dich? Manchmal kritisieren wir uns nur deshalb, um möglicher Kritik von außen vorzubeugen. Wir präsentieren uns nur deshalb so tapfer, perfekt und selbstkritisch, um Anerkennung zu erhalten. Wir sehnen uns nach Zustimmung.

Doch je mehr wir uns unter unserer Selbstkritik geißeln, desto mehr entfernen wir uns von dem Eigentlichen: von dem, was uns ausmacht. Dort beginnt der Teufelskreis: Je mehr wir uns von uns selbst entfernen, desto schwieriger wird es, dass wir uns anerkannt, gesehen, verstanden und geliebt fühlen. Das Gefühl, so angenommen zu werden wie du bist, dieses schöne und wärmende Gefühl stellt sich erst ein, wenn du dein wahres Ich zeigst. Wie schnell hat sich ein selbstkritischer und selbstverurteilender Blick festgesetzt. In der Achtsamkeit sollst du dich so annehmen, wie du bist, ohne Bewertung. Das ist ungewohnt und führt schnell zu Abwehr, zu Aggressivität oder zu Traurigkeit. Gefühle, die nicht leicht auszuhalten sind. Deswegen flüchten wir wieder in die alten Muster der Perfektion und Selbstkritik. So wie du bist, bist du aber okay. So wie du bist, reichst du vollkommen. Achte aufmerksam auf dein Verhalten. Wann bewegst du dich in dem beschriebenen Kreislauf, ohne es zu merken?

 

“Doch Achtsamkeit und Verstehen können bis zum Grund unseres Herzens durchdringen, und der Nektar des Mitgefühls wird emporsprudeln.”

Thich Nhat Hanh

 

Über Achtsamkeit im allgemeinen, was das ist und wie es dir hilft, kannst du hier weiterlesen Weitere Informationen zum Thema "Übungen & Impulse" findest du hier ...