Achtsamkeits-Impuls: Zuhören

Die Voraussetzung für Gemeinschaft ist Zuhören. Bist du ein guter Zuhörer oder magst du lieber in die Rolle des Redners schlüpfen? Achte in der kommenden Zeit einmal darauf, ob du in Gesprächen überwiegend selbst redest oder vielmehr dem lauschst, was die anderen sagen. Zuhören verschafft Nähe.

In dem Moment, wo du jemandem aufmerksam deine Zeit, dein Ohr und deine Anteilnahme schenkst, entsteht eine Verbindung. Oft tun wir nur so, als würden wir zuhören und hängen in Wirklichkeit unseren eigenen Gedanken hinterher. Oder wir nutzen Gespräche nur dafür, um selbst zu reden. Wer redet, gibt den Ton an. Und derjenige, der „nur“ zuhört, wird schnell als schüchtern, schwach und farblos wahrgenommen. Dabei ist Zuhören eine Stärke: Du nimmst dich zurück und bist für den anderen da. Wenn du tatsächlich ein guter Zuhörer bist, dann wirst du es erleben, dass der andere oft allein dadurch, dass er dir erzählen kann, die Antworten auf seine Sorgen in sich selbst findet. Indem du geduldig zuhörst, bewirkst du also viel: Du unterstützt, hilfst, klärst und du schenkst dein Mitgefühl. Zuhören macht dein Leben reicher, denn mit Zuhören bauen wir Vertrauen auf.

Im Grunde sehnen wir uns alle nach jemandem, der uns zuhört. Meistens nutzen wir jedoch Gespräche dazu, das Gesagte nur als Stichwort aufzugreifen, um selber zu sprechen und am liebsten über uns selbst. Der Dalai Lama sagt somit zu Recht, dass derjenige, der spricht, nur das wiederholt, was er ohnehin schon weiß. Nur wenn du zuhörst, kannst du auch Neues erfahren.

 

“Gemeinsame Wege hinterlassen Spuren
Spuren im Sand
Spuren im Schnee
Spuren im Herzen.”

Edith Linvers
Über Achtsamkeit im allgemeinen, was das ist und wie es dir hilft, kannst du hier weiterlesen Weitere Informationen zum Thema "Übungen & Impulse" findest du hier ...