Achtsamkeits-Impuls: Ernährung braucht Achtsamkeit

Hoffnung ist wie ein Rettungsanker, aber auch wie eine Aus-rede. Wenn ich erst einmal dieses und jenes erreicht habe, kümmre ich mich endlich um mich. Wir kennen alle diese hoffnungsvollen Aufschübe. Oft sind es Vertröstungen und Fluchten. Nach dem buddhistischen Prinzip sollen wir uns ganz auf den Moment konzentrieren und die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen. Geht es darum, gut für uns zu sorgen, müssen wir das im Jetzt tun.

Gerade in Bezug auf unsere Ernährung schieben wir gern alle guten Vorsätze auf. Zu viel Stress, um eingefahrene Ernährungsmuster abzustellen und uns achtsam um unsere Mahlzeiten zu kümmern. Keine Zeit, keine Muße. Überprüfe einmal ehrlich, wie du dein Essen wertschätzt. Oft essen wir nebenbei oder schlingen in Eile. Indem du isst, kümmerst du dich um deinen Körper, du nährst ihn. Du trägst für ihn Sorge. Nimm dir also Zeit zum Essen. Horche in dich hinein, was dein Körper jetzt wirklich braucht, welche Speisen ihm guttun würden. Es geht nicht darum, ab heute nur noch vegetarisch, vegan oder Bioprodukte zu essen. Es kann ruhig mal Fast Food sein. Wichtig ist jedoch, dass du in dich hineinspürst, ob du nur Appetit oder richtig Heißhunger hast. Wann isst du noch, obwohl du schon satt bist? Schau ebenso ehrlich, wann du Essen als Ersatzbefriedigung oder Flucht benutzt, um unangenehme Gefühle zu unterdrücken.

Je aufmerksamer du isst, desto leichter erkennst du die damit verbundenen Gefühlsmuster und desto mehr Abstand bekommst du davon.

 

“Die Hoffnung des ganzen Jahres – der Frühling.

Die Hoffnung des Tages – der Morgen.”

Japanisches Sprichwort

 

Über Achtsamkeit im allgemeinen, was das ist und wie es dir hilft, kannst du hier weiterlesen