Achtsamkeits-Impuls: Gedanken erkennen

Sobald sich eine Idee im Kopf eingenistet hat, sind wir bereits auf dem Weg. Ein Gedanke ist wie ein Samenkorn, das gesät wurde. Dir sagt jemand, du würdest dir im Vergleich zu deinem Partner wenig Freiraum gönnen. Ob das nun stimmt oder nicht, schon spukt dieser Gedanke in deinem Kopf herum. Unbewusst beginnst du zu vergleichen und aufzurechnen. Diese Idee ist in deinem Geist und entwickelt sich weiter. Selbst wenn du bisher komplett zufrieden warst, plötzlich pikst da dieser Dorn und vergiftet eure Leichtigkeit.

Wenn wir nicht achtsam sind, kann ein einziger Gedanke viel Unfrieden bewirken. Je achtsamer du bist, desto leichter erkennst du, welche von außen an dich herangetragenen Gedanken dir nützen oder schaden. Doch es geht bei der achtsamen Gewahrwerdung der Gedanken ebenso um Gedanken, mit denen wir uns selbst täglich füttern. Dein Inneres entscheidet, wie du die Welt siehst. Und deine Welt-sicht entscheidet wiederum, wie sich dir die Welt präsentiert. Natürlich kann man nicht mal eben von heute auf morgen seine Gedanken ins Positive drehen. Wenn du zum Beispiel sehr selbstkritisch bist und deinen eigenen Ansprüchen nur selten gerecht wirst, ist sicherlich der erste Schritt, das bewusst zu erkennen. Die Messlatte daraufhin herunterzuschrauben und es auszuhalten, der Perfektion zu trotzen, wird starke Widerstände in dir hervorrufen. Das tut weh. Doch bedenke, noch größer ist der Schmerz, den du dir mit diesem gewohnheitsmäßigen Denken Tag für Tag bereitest.

 

“Ändere deine Gedanken und du veränderst die Welt.”

Aus Indien

 

Über Achtsamkeit im allgemeinen, was das ist und wie es dir hilft, kannst du hier weiterlesen Weitere Informationen zum Thema "Übungen & Impulse" findest du hier ...