Achtsamkeits-Impuls: Innehalten

Läuft das Rad des Alltags, ist es nicht so leicht, den Vorsatz der Achtsamkeit umzusetzen, selbst mit dem Wissen, dass Achtsamkeit uns guttun würde. Das verdeutlicht die Geschichte mit der Säge: Während eines Ausflugs im Wald beobachtet ein Spaziergänger einen Holzfäller. Dieser arbeitet unermüdlich mit seiner Säge an einem dicken Holzstamm. Er sägt und sägt, der Stamm ist dick und die Säge des Holzfällers bereits ganz stumpf. Da fragt ihn der Spaziergänger, warum er nicht kurz innehalte, um das Sägeblatt zu schärfen. Doch der Holzfäller sieht kaum auf und verweist mit einem Nicken zu einem Stapel Holz: Ob der Spaziergänger nicht sehen würde, wie viel Arbeit dort noch warte, da hätte er keine Zeit für solchen Firlefanz.

Wie das Schärfen der Säge die Arbeit des Holzfällers erleichtern würde, so erleichtert uns achtsames Gewahrwerden für ein paar Augenblicke unser tägliches Leben. Sich immer wieder einmal über den Atem mit dem Körper verbinden. Den Boden unter den Füßen spüren und sich bewusst werden. In diesen kleinen Achtsamkeitspausen liegt viel Heilkraft. Damit hältst du das Rad des Alltags nicht auf, aber Druck und Stress relativieren sich, denn du erkennst den Refrain des Lebens.

Damit du es nicht vergisst, verbinde es mit täglichen Routinen. Zum Beispiel hältst du jedes Mal inne, bevor du vom Schreibtisch aufstehst oder bevor du deine Zähne putzt. Der vietnamesische buddhistische Mönch Thich Nhat Hanh empfiehlt übrigens jedes Mal, wenn das Telefon läutet, kurz innezuhalten.

 

“In den steten Refrainen der Natur liegt unendliche Heilkraft – die Gewissheit, dass nach jeder Nacht ein Morgen kommt und nach jedem Winter ein Frühling.”

Rachel Louise Carson

 

Über Achtsamkeit im allgemeinen, was das ist und wie es dir hilft, kannst du hier weiterlesen Weitere Informationen zum Thema "Übungen & Impulse" findest du hier ...