Achtsamkeits-Impuls: Kommunikation

Kommunizieren wir miteinander, tauschen wir Informationen aus. Kommunikation ist nichts weiter als Informationsübertragung. Einer sendet und der andere empfängt. Und natürlich ist Kommunikation weit mehr als nur Miteinanderreden. Besonders deutlich wird uns das in Verbindung mit Tieren: Du hältst einem Hund einen Ball vor die Nase. Er versteht diese Aufforderung zum Spiel, springt sofort auf und wedelt mit seinem Schwanz. Du hast gesendet und er sendet dir sogleich eine Botschaft zurück: Das Schwanzwedeln des Hundes zeigt dir seine Freude und seine Bereitschaft zum Spiel. Nonverbal sind wir unentwegt am Senden und Empfangen. Je gegenwärtiger du wahrnimmst, desto feinspüriger wirst du für die nonverbalen Informationen. Entscheidend ist jedoch, dass du nicht nur das, was der andere mit Gesten und Mimik sagen will, spürst, sondern dass du sensibel zu spüren beginnst, ob das, was du sendest, wirklich dem entspricht, was du im Inneren fühlst. Wie oft lachst du jemanden an, doch dein Gesicht ist quasi eine Maske, denn innerlich ist dir nur wenig zum Lachen zumute.

Wenn du so etwas erkennst, dann halte inne und atme tief in dich hinein. Versuch nicht die Gefühle, die dein Herz erschweren, mit einem Lachen zu überdecken. Schließ deine unguten Gefühle in Gedanken liebevoll in die Arme. In der Annahme verlieren sie bereits ihre Bedrohlichkeit. Lächelst du nun jemanden an, fühlt sich dieses Lächeln sofort ehrlicher an, denn du spürst, dass du jetzt damit auch dein eigenes Herz berührst.

 

“Lächle anderen zu – und du lächelst deinem eigenen Herzen zu. Denn sie sind wie du.”

Aus dem Zen-Buddhismus

 

Über Achtsamkeit im allgemeinen, was das ist und wie es dir hilft, kannst du hier weiterlesen