Achtsamkeits-Impuls: Wahre Liebe

Das schönste Valentinsgeschenk ist sicherlich „da zu sein“. Hört sich simpel an, ist aber komplex. Da zu sein bedeutet präsent zu sein, frei von Wertung. Das erfordert viel Achtsamkeit, denn wie schnell überfrachten wir Beziehungen mit Erwartungen und mit unseren Ängsten. Liebe kann sich jedoch nur aus Freiheit heraus entwickeln. Der Freiheit, man selbst zu sein. Im Buddhismus spricht man in Bezug auf wahre Liebe von liebender Güte und Wohlwollen. Es geht darum, den anderen glücklich zu machen und zu erfreuen. Das ist nur möglich, wenn du achtsam schaust und auch das Ungesagte verstehst. Ohne Verstehen existiert wahre Liebe nicht. Sobald du verstehst, wandelt sich deine Kritik in wertschätzende Akzeptanz. Und sämtliche Rechtfertigung hat keine Bedeutung mehr, denn du öffnest dich und lädst damit auch den anderen ein, sich zu öffnen.

Oft fühlen wir uns emotional überflutet, weil wir um unsere Liebe fürchten. Dann können wir nicht mehr klar sehen. In einer derartigen Stresssituation ist es nicht möglich, wertfrei zuzuhören beziehungsweise sich einzufühlen. Wir machen zu, verschanzen uns hinter unseren Mauern. Bist du achtsam, erkennst du rechtzeitig derartig emotionale Wogen und kannst Sorge tragen, dass sie dich oder auch deinen Partner nicht überrollen. Achtsamkeit ist für die Liebe ein großer Gewinn, denn sie fördert die Kompetenz, unsere Gefühle wahrzunehmen und tiefer zu schauen. Dadurch erreicht die Liebe eine Ebene des Verstehens, Respektierens und der liebenden Güte.

 

“Bindung und Freiheit sind sich in der Liebe kein Feind.
Denn Liebe ist die größte Freiheit und doch die größte Bindung.”

Buddhistische Weisheit

 

Über Achtsamkeit im allgemeinen, was das ist und wie es dir hilft, kannst du hier weiterlesen