Achtsamkeits-Impuls: Was mache ich mit anderen – und andere mit mir ?

Verschließe dich nicht vor Konflikten, sie verraten dir viel über dein wahres Ich und bieten dir Möglichkeiten für Wachstum und Entwicklung. Wir brauchen den anderen, um uns selbst zu entdecken. Kollegen oder auch geliebte Menschen provozieren manches Mal Persönlichkeitsanteile in uns, die wir uns nur ungern eingestehen. Neid, Misstrauen, Aggressivität oder beleidigter Rückzug. Die Palette empfindsamer Reaktionen ist bunt. Je achtsamer du derartige Verhaltensweisen bei dir wahrnimmst, sie erkennst und zu verstehen versuchst, desto größer ist die Chance, sie aufzulösen.

In der Achtsamkeit siehst du aus der Distanz heraus, welcher Anteil von dir mit welchem Anteil des anderen kollidiert. Meist sind es kindliche und schmerzhafte Erfahrungen, die tief in uns stecken. Dem anderen geht es jedoch genauso. Je achtsamer du bist, desto feinfühliger kannst du auch bei deinem Gegenüber erkennen, ob er eine Mauer aufbaut oder zum Schutz wild um sich schlägt. Und du wirst verstehen, dass es meist weniger um die objektiven Streitobjekte geht, wie beispielsweise der unangemessene Tonfall des Kollegen. Viel entscheidender ist, was dieses bei dir auslöst. Sobald du über deinen Atem in deinen Körper hineinspürst, wirst du erkennen, was bei dir getriggert wurde. Dieses Erkennen ermöglicht dir, Mitgefühl für dich selbst aufzubringen, aber auch für den anderen. So findest du mithilfe von Achtsamkeit zu einem wirklichen Verstehen und Miteinander, weil du dich selbst erkennst und zu erkennen gibst.

 

“Ohne Du ist das Ich unmöglich.”

Friedrich Heinrich Jacobi

 

Über Achtsamkeit im allgemeinen, was das ist und wie es dir hilft, kannst du hier weiterlesen